Monitoring


Monitoring der Artenvielfalt


Monitoring – Artenvielfalt langfristig sichten und sichern

Wir möchten herausfinden, ob wir mit dem Integrierten Umweltprogramm unsere Ziele erreichen können. Haben die durchgeführten Natur-und Artenschutzmaßnahmen den gewünschten Effekt? Oder müssen wir unsere Strategie verändern? Zur Beantwortung dieser Kernfragen ist ein langfristiges Monitoring der Artenvielfalt notwendig.

Beim Monitoring führen wir auf den vom Kreis gesicherten und aufgewerteten Naturschutzflächen regelmäßige Inventarisierungen der Tiere und Pflanzen durch. Mithilfe von Wildkameras, Ultraschall-Detektoren, Keschern, Reusen, Fernglas, Kamera sowie unseren Augen und Ohren beobachten und dokumentieren wir Säugetiere, Amphibien, Vögel, Reptilien, Insekten und Pflanzen. Das Monitoring der Artenvielfalt dient zur ersten Selbstüberprüfung und Erfolgskontrolle der durchgeführten Natur- und Artenschutzmaßnahmen.

Besonderes Augenmerk legen wir auf die sogenannten Schirmarten, die der Kreis Schleswig-Flensburg für das Integrierte Umweltprogramm ausgewählt hat. Schirmarten bezeichnen ausgewählte Pflanzen-und Tiere, die hohe Ansprüche an ihren Lebensraum haben. Zum Beispiel in Form von Flächengröße oder Strukturvielfalt. Ihr Vorkommen weist darauf hin, dass viele weitere Arten ebenfalls geeignete Lebensbedingungen finden. Durch den Schutz der Schirmarten wird eine Vielzahl anderer Arten mitgeschützt und Biodiversität erhalten.

Die neun Schirmarten sind: Grünspecht, Braunkehlchen, Neuntöter, Rebhuhn, Zauneidechse, Kreuzkröte, Laubfrosch, Sechsfleck-Widderchen und Ampfer-Grünwidderchen.

Durch das Vorkommen der Schirmarten kann die langfristigere Wirkung und Effektivität der durchgeführten Natur- und Artenschutzmaßnahmen überprüft werden. Ein gesicherter Schirmartenbestand lässt nicht nur Rückschlüsse auf die Wirksamkeit der Biodiversitätsstrategie des Kreises zu, sondern auch auf die Klima-, Gewässer-, und Bodenschutzstrategie.