Die Bilanz


Unsere Maßnahmen schlagen Wurzeln


Insektenschutz

Zum Schutz der bedrohten Insektenvielfalt führt der Kreis Schleswig-Flensburg diverse Artenschutzmaßnahmen durch. Den Insekten fehlen vor allem genügend Lebensräume, in denen sie sich entwickeln können. Durch den Schutz und die Neuschaffung vielfältiger Lebensräume werden Insekten geschützt.

In einem natürlichen Ökosystem entwickeln sich viele Insekten in totem Holz, abgestorbenen Baumstubben und in morschen Ästen. Die Insekten, beispielsweise viele Käferarten, fressen das tote Material und sorgen so für eine Zersetzung des Holzes. Jedoch wird meist aus ästhetischen Gründen morsches Holz aus der Natur entfernt – Den Tieren wird damit der Lebensraum entzogen. Das bewusste Schaffen von Totholzhaufen gibt den Tieren einen Ort zum Wohnen zurück. Gleichzeitig bietet der Haufen auch anderen Tieren einen Unterschlupf: Amphibien verstecken sich gerne unter dem morschen Holz und Reptilien nutzen den Haufen, um sich in der Sonne aufzuwärmen und bei Gefahr zwischen dem Holz Schutz zu suchen.

Andere Insekten sind darauf spezialisiert, in lockerem und unbewachsenen Boden zu nisten. Besonders Bienen und Grabwespen sind auf diese Lebensräume angewiesen. Oft macht die zu dichte Vegetation das Vorkommen dieser Arten unmöglich. Die Schaffung magerer Wiesen mit sandigen Böden und vegetationslosen Bereichen fördert die bodenbewohnenden Insekten unmittelbar.

Gleichzeitig ist die Nahrungsgrundlage der meisten Insekten Nektar und Pollen von blühenden Pflanzen. Durch die Einsaat mit Regiosaatgut werden blütenreiche Wiesen geschaffen, von denen nicht nur Schmetterlinge und Bienen profitieren, sondern auch viele andere Insekten wie Schwebfliegen, kleine Fliegen, Wespen und Wanzen. Der Schutz der Insekten ist wichtig, denn diese wiederum sind die Nahrungsgrundlage anderer Arten wie Amphibien, Fledermäuse und Vögel.

 

Hier finden Sie in Zukunft Informationen über Insektenschutzmaßnahmen, die im Zuge von Artenschutzmaßnahmen durch den Kreis Schleswig-Flensburg angewendet wurden.

Die Lebensräume unserer Artenvielfalt des Kreises können Sie schon jetzt entdecken.

Schauen Sie doch mal rein!