Artenschätze

Die Hornissenraubfliege


Hornissen-Raubfliege
Asilus crabroniformes
HornissenraubfliegeHornissenraubfliege

Die Hornissenraubfliege

Der Name der Hornissen-Raubfliege (Asilus crabroniformes) klingt gefährlich, für den Menschen ist dieses Insekt jedoch vollkommen harmlos. An warmen Tagen sitzt die Raubfliege auf einer hochgelegenen Sitzwarte, wie einem Baumstubben oder einem Weidezaun, und beobachtet genau seine Umgebung. Ist ein geeignetes Beutetier erspäht, wird es im Flug mit den starken Beinenborsten geschnappt und zurück zur Sitzwarte getragen, wo es ausgesaugt wird. Am liebsten fangen sie Heuschrecken, Wespen, Fliegen und Käfer. Den Namen hat sie durch ihre braun-gelbe Färbung, die an Hornissen erinnert. In Deutschland ist die Hornissen-Raubfliege stark gefährdet (Rote Liste Kategorie 2). Die Liebhaber extensiver Beweidung brauchen die Kothaufen der Weidetiere, darein legen sie ihre Eier und die Larven ernähren sich dort räuberisch von den anderen Kotbewohnern.

Wussten Sie schon?

Kothaufen von Weidetieren sind wahre Insektenparadiese, viele Larven von Fliegen und Käfern entwickeln sich darin. Es wurde herausgefunden, dass sich in einem Kuhfladen bis zu 300 g Insekten entwickeln können – vorausgesetzt das Vieh wurde nicht mit Entwurmungsmitteln behandelt, die auch die Kotinsekten vergiften. Der Rückgang extensiver Beweidung kann daher auch mit dem Insektenrückgang in Verbindung gebracht werden.