Heimische Flora & Fauna

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Sechsfleck-Widderchen
Zygaena filipendulae
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Das Sechsfleck-Widderchen

Der Schmetterling mit dem Namen Sechsfleck-Widderchen (Zygaena filipendulae) hat schwarz glänzende Flügel mit sechs roten Flecken auf jeder Seite. In Schleswig-Holstein ist er durch seine hohen Lebensraumansprüche gefährdet. Er braucht magere blütenreiche Wiesen, Dünengebiete und Heiden als Lebensraum. Auch in Kiesgruben und an Böschungen entlang von Wegen kann er vorkommen - vorausgesetzt seine Nahrungspflanze wächst dort: der Hornklee (Lotus corniculatus). Während seiner Flugzeit von April bis August legt das Widderchen seine Eier an dieser Pflanze ab. Die schlüpfende Raupe frisst die Blätter des Hornklees. Nach der Winterruhe verwandelt sich die Raupe des Sechsfleck-Widderchens in den erwachsenen Falter.

Warum ist das Sechsfleck-Widderchen eine Schirmart?

Durch den Schutz des Sechsfleck-Widderchen werden viele weitere Tierarten mitgeschützt. Daher ist es eine sogenannte Schirmart des Integrierten Umweltprogramms des Kreises Schleswig-Flensburg. Das Sechsfleck-Widderchen kommt nur in artenreichen Wiesen vor, wo es genügend Nektar als Nahrung findet. Die Nahrungspflanze seiner Raupen, der Hornklee, kommt nur unter sehr guten Standortbedingungen vor. Dort wo das Sechsfleck-Widderchen vorkommt mit seinen hohen Ansprüchen, sind die Bedingungen für viele andere Insekten gegeben. Auch seltene Pflanzenarten profitieren von der Umsetzung des Integrierten Umweltprogramms, durch das blütenreiche magere Wiesen geschaffen werden.

Wussten Sie schon?

Durch die kleinen roten Flecken auf den Flügeln wir das Sechsfleck-Widderchens auch Blutströpfchen genannt. Die roten Flecken sind eine Warntracht und ein Trick gegen gefräßige Feinde: Vögel denken durch die Färbung, dass der eigentlich harmlose Falter gefährlich und ungenießbar ist und fressen ihn daher nicht.