Neue Lebensräume

Rabenholz
Dorfstrasse


Rabenholz
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Rabenholz - die Fläche

In Rabenholz konnte eine ca. 2,1 Hektar große landwirtschaftliche Fläche durch eine Vielfalt an biotopgestaltenden Maßnahmen aufgewertet werden. Die Planungen und Bauarbeiten fanden in enger Kooperation mit Gemeindevertretern und der örtlichen Jägerschaft statt. Im Kern der Fläche liegt ein in den 80er Jahren angelegtes Biotop, um das Lebensräume für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen ergänzt wurden. Mit der strukturreichen Abfolge an Artenschutz- und biotopgestaltenden Maßnahmen auf vergleichsweise kleinem Raum soll die Fläche als Insel der Biodiversität langfristig den Artenschutz im Dorf stärken. 

Die Fläche wurde mit Ersatzgeld des Kreises Schleswig-Flensburg zu Gunsten der Gemeinde Rabenholz finanziert und naturschutzfachlich aufgewertet.

Die Maßnahmen und Ziele

Der ehemalige Acker und das intensiv bewirtschaftete Grünland wurden mit verschiedenen Regiosaatmischungen eingesät. Durch den besonderen Aufbau der Fläche mit sowohl nassen, als auch trockenen, sonnigen und halbschattigen Bereichen wurden je nach Standort angepasste Arten gesät. Im Jahr 2025 zeigte das Blütenbild u.a. heimische Pflanzen wie die Wilde Möhre, Hasenklee, Kornblume, Wegwarte, Rotklee und verschiedene Flockenblumen.

Eine jährliche Mahd mit anschließender Räumung des Mahdguts dient der Entwicklung und dem langfristigen Erhalt der Artenvielfalt dieses Grünlandbestands. 

Für alle Dorfbewohner und Gäste wurde eine Obstwiese mit regionalen und historische Obstsorten gepflanzt. Die Bäume haben unterschiedliche Wuchsformen, Früchte, Blüten und Jahreskalender, wodurch sie als Nahrungsquelle und Habitat für Insekten, Klein-Säuger und Vögel dienen. 

Daran anschließend rahmt ein Knickwall das hintere Gelände ein, welches für Besucher nicht öffentlich zugänglich ist, um Ruhezonen für Flora und Fauna zu schaffen.

Drei Amphibiengewässer wurden durch Abtrag des Oberbodens geschaffen. Teilweise trockenfallend sind sie ein geeignetes Habitat für z. B. Kammmolch, Laubfrosch oder Grasfrosch, da sich keine laichfressenden Fische entwickeln können. Das größere Gewässer wurde mit einer Steilwand ausgestattet, welches sich als Bruthabitat für Insekten eignet.

Mehrere Gehölze wurden gepflanzt, die in den ersten Jahren mit Wildschutzzäunen vor Verbiss geschützt sind. Pflanzungen heimischer Gehölze schaffen Habitate und stärken die Biodiversität. Nistkästen für Kleinmeisen, Sperlinge oder beispielsweise Stare wurden an den vorhandenen Eckpfosten angebracht.

Im Westen der Fläche wurde, angrenzend an einen Acker, eine etwa 10m breite Verwallung modelliert, die ebenfalls mit heimischen Gehölzen bepflanzt wurde. Durchlässe in den Wildschutzzäunen garantieren, dass Wildtiere freien Zugang zu der Fläche haben.

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