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Brutflöße - Hilfe für die Fluss-Seeschwalbe

Hilfe für die Fluss-Seeschwalbe - Brutflöße im Kleinen Noor auf Holnis

 

Einige Vogelarten benötigen für ihr Brutgeschäft offene und störungsarme Kies- und Sandbänke oder vergleichbare Strukturen in Wassernähe. Künstlich angelegte Brutinseln sowie bedarfsgerecht konzipierte Brutflöße können als geeignete, störungsarme und sichere Ersatzbruthabitate dienen und so zur Erhöhung des Bruterfolges beitragen. Zudem können sie geeignete Habitatstrukturen ergänzen.

Die Positionierung der Flöße in Bereiche mit ausreichender Wassertiefe sowie die glatten, senkrechten Floßkanten und randlichen Aufstiegsbarrieren verhindern recht zuverlässig ein Anschwimmen und Erklettern der Flöße durch Raubsäuger. Die Ausbringung mehrerer voneinander getrennter Brutflöße kann zudem das Risiko eines Totalverlustes der Gelege einer Kolonie durch Raubsäuger-Prädation massiv minimieren. Hierbei ist es von Vorteil, die einzelnen Brutflöße in unmittelbarer räumlicher Nähe zueinander zu positionieren, da in Kolonien brütende Seeschwalben deutlich höhere Chancen haben, Angriffe von Räubern aus der Luft (Großmöwen, Krähen, Greifvögel) gemeinschaftlich abzuwehren.

Brutflöße für die Fluss-Seeschwalbe
Im Jahr 2022 hat der Kreis Schleswig-Flensburg zusammen mit Koooperationspartnern auf dem Kleinen Noor auf Holnis bei Glücksburg als auch auf einem Baggersee einer ehemaligen Kiesgrube in Schuby mehrere Brutflöße zum Schutz der gefährdeten Flussseeschwalbe installiert. Erste Erfolge haben sich eingestellt. Bereits wenige Wochen nach Installation der Brutflöße wurde eines der Flöße in der ehemaligen Kiesgrube in Schuby von mindestens einem Brutpaar der Zielart Fluss-Seeschwalbe angenommen.Den vollständigen Bericht können Sie hier als Datei downloaden [PDF].