Der Wildstaudengarten in Eggebek


"ARTEN EDEN"


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Der Wildstaudengarten "ARTEN EDEN" in Eggebek

Unsere Landschaft wird zunehmend ärmer an Wildpflanzen und mit ihnen an vielen Insekten und anderen Tierarten. Vor diesem Hintergrund entsteht in unmittelbarer Umgebung des Bildungshauses Treenelandschaft in Eggebek ein Schaugarten für heimische Wildstauden.

Im Sommer 2021 sollen im „Wildstaudengarten Arten Eden“ über 50 gebietsheimische (autochthone) Wildpflanzenarten in voller Pracht erblühen. Die in Gruppen gepflanzten Stauden sind eingebettet in eine bunte Wildblumenwiese. Bei den gewählten Stauden handelt es sich ausschließlich um gefährdete oder in unserer Landschaft rückläufige Wildkräuter.

Flanieren, erholen und lernen

Auch für den Menschen ist der Wildstaudengarten attraktiv: Er lädt durch seine ästhetische Gestaltung und idyllische Lage zum Verweilen ein und bietet den Besuchern damit eine Möglichkeit der naturnahen Erholung in der Treenelandschaft. Daneben erfüllt er eine wichtige Funktion im Bereich der Umweltbildung.

Der Wildstaudengarten bietet u.a. der heimischen Insektenwelt wichtige Nahrungsressourcen und Überwinterungsmöglichkeiten. Er ergänzt damit die bereits in den vergangenen Jahren im Tanklager durchgeführten Artenschutzmaßnahmen. Die dort präsentierten Arten sind regelmäßig Gegenstand kreiseigener Artenschutzmaßnahmen zur Schaffung neuer Lebensräume u.a. im Zusammenhang mit der Aussaat von Regiosaatgut oder bei der gezielten Wiederansiedlung von Pflanzenarten durch Auspflanzung.

Von links nach rechts: Der Wildstaudengarten entsteht in unmittelbarer Nähe zum Bildungshaus. Davor liefert eine mit Regiosaatgut gesäte Wildblumenwiese bunte Akzente und Bienenfutter. Ein Gestaltungsbeispiel für trockene sonnige Standorte kann die Ansiedlung vom "Bergsandglöckchen" (Jasione Montana), dem "Arnzeithymian" (Thymus pulegioides) und dem "Kleinen Ampfer" (Rumex acetosella) sein. Wildbienen, wie hier die Hosenbiene, schätzen Blumen wie das "Bergsandglöckchen". Zweite Zeile: Eine Hummel und ein"Kleiner Fuchs" nähren sich am "Gewöhnlichen Teufelsabbiss" (Succisa pratensis). Kunstelemente aus Edelrost harmonieren mit der Schönheit der Natur.

"ARTEN EDEN“ – Ein Schaugarten für den Artenschutz

Die Fläche des Wildstaudengartens befindet sich unmittelbar gegenüber dem Eingangsbereich des Bildungshauses. An einen Rundweg (siehe Grafik unten) schmiegen sich zahlreiche Staudenbeete an, in denen die über 50 heimische Wildstaudenarten mit ihren vielfältigen Standortansprüchen ein passendes Zuhause finden. Die umliegende Fläche wird mit einer blütenreichen Wildstauden-Regiosaatmischung eingesät, sodass sich insgesamt ein vielfältiger Blühaspekt ergibt. Entlang des Rundweges laden Sitzgelegenheiten, Sonnensegel und Stege die Besucher zum Verweilen und Stöbern ein - teilweise gesponsort durch regionale Unternehmen.

Die Bauarbeiten für die Modellierung des Wildstaudengartens und die Anlage der Wege inkl. Verweilgelegenheiten für Besucher laufen seit Frühjahr 2021. Die Pflanz- und Einsaat-Arbeiten sind bereits abgeschlossen. Jetzt heißt es wachsen, warten, gießen und hegen.

Schaugartenplan mit Highlights

In der schematischen Grobplanung des Schaugartens werden die Habitatstrukturen sichtbar: Kleinstgewässer, Wildstaudenbeete, großzügige blühende Regiosaatflächen, ergänzt durch Insektenhotels, Nistkästenarrangements und ästhetische Außenmöblierung.
Der Plan ist nicht maßstabsgetreu.

Der Schaugarten nimmt Gestalt an

ARTEN EDEN wächst und gedeiht - die ersten Bewohner zeigen sich: Kuckuckslichtnelken bringen Farbe ins Spiel, eine weiße gehörnte Heidschnucke der Nachbarfläche schaut interessiert auf das bunte Treiben, eine Plattbauchlibelle hat das Kleingewässer für sich entdeckt - ganz zu Schweigen von der geheimnisvollen Badenden aus Cortenstahl.

Rückblick - Bilder von der Baustelle im Frühjahr 2021

Biotopgestaltende Maßnahmen vor dem Bildungshaus: Erste Wegstrukturen und Areale sind schon erkennbar (links und Mitte). Künstliche Kleinsthabitate: Eine Baumwurzel, Lesesteinhaufen und ein Totholzbaum mit grünen Nistkästen als "Kunst am Baum" haben ihren Platz schon gefunden (rechts).


Amt Eggebek - Hot Spot für den Artenschutz

Die Flächen im Amt Eggebek haben es in sich: Auf dem ehemaligen Tanklager-Gelände der Bundeswehr steht nicht nur das etablierte Bildungshaus Treenelandschaft. Die gut 38 Hektar große Fläche wurde in den letzten Jahren umfangreich naturschutzfachlich aufgewertet. Hochwertiger Lebensraum für seltene heimische Tier- und Pflanzenarten ist entstanden. Bei geführten Touren durchs Gelände lassen sich Bewohner und Habitate entdecken [Mehr Infos zur Fläche].

Während vor dem Bildungshaus der Wildstaudengarten ARTEN EDEN (siehe oben) Form annimmt, befindet sich im hinteren Bereich das neue Artenschutzzentrum des Kreises Schleswig-Flensburg in der Fertigstellung. Rahmen des Artenhilfsprogrammes werden hier ab Sommer 2021 Rotbauchunken, Kreuzkröten, Laubfrösche und Zauneidechsen unter kontrollierten Bedingungen aufgezogen und in geeigneten neuen Lebensräumen ausgesetzt.

Das ehemalige Tanklager ist mit seinen Hügeln, Ginsterbüschen und Kleingewässern nicht nur für Arten, sondern auch für das Auge des Betrachters reizvoll (links). Robustrinder der BUNDE WISCHEN e. V. bewirtschaften das Areal extensiv und tragen zum Erhalt der Flächenstruktur bei (Mitte). Die auf karge Standorte spezialisierte Gewöhnliche Kuhschelle (Pulsatilla Vulgaris) hat sich auf der Fläche gut etabliert - ein Lob für die naturschutzfachliche Aufwertung (2.v. rechts). Stelen informieren über die erfolgten biotopgestaltenden Maßnahmen und Ziele (rechts).

Das Artenschutzzentrum präsentiert sich modern und naturnah: Vom Echten Geißblatt (Jelängerjelieber) umrankt und mit Sandflächen, Steinhabitaten umgeben, fügt es sich gut in die Landschaft ein (links). Die Volieren der Zauneidechsen sind einzugsfertig - Liebevoll wurden vielfältige Strukturen angelegt, um geeignete Lebensräume und günstige Zuchtbedingungen zu schaffen (Mitte). Im Inneren des Gebäudes hat der erste Laich der Kreuzkröte Kaulquappen-Stadium erlangt. In getrennten Becken werden die verschiedenen Arten und Stadien zielorientiert betreut (rechts).