Artenschätze

Die Blauflügel-Prachtlibelle


Blauflügel-Prachtlibelle
Calopteryx virgo
Blauflügel-PrachtlibelleBlauflügel-Prachtlibelle

Die Blauflügel-Prachtlibelle

An kleinen Fließgewässern mit guter Wasserqualität lebt die Blauflügel-Prachtlibelle (Calopteryx virgo). In Schleswig-Holstein gilt ihr Vorkommen als gefährdet und sie ist nur selten zu beobachten. Bei schlechter Wasserqualität mit hoher Nitratbelastung können die im Wasser lebenden Larven nicht überleben. Die hohen Schadstoffeinträge vom Land in die Fließgewässer sind dabei die Hauptursache für die Gefährdung im Kreisgebiet.

Häufiger trifft man ihre nahverwandte Art an: die Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens), von der sie sich durch ihre komplett blau gefärbten Flügel unterscheidet. Der Körper der Blauflügeligen-Prachtlibelle glänzt in einem prachtvollen Metallic-Blau. Bei der Paarung streckt das Männchen seinen Hinterleib hoch in die Luft und präsentiert die rötlich gefärbte Unterseite dem Weibchen. Mit einem Flügelwackeln werben die Männchen um die Weibchen. Findet das Weibchen die Avancen des Männchens gut, kommt es zur Paarung in dem für Libellen typischen Paarungsrad. Während das Weibchen seine Eier an Pflanzenstängeln ablegt, die sich in Gewässernähe befinden, patrouilliert das Männchen umher und vertreibt andere Männchen aus seinem Revier.

Wussten Sie schon?

Die längste Zeit ihres Lebens verbringen Libellen in ihrem Larvenstadium im Wasser. Bis zu mehrere Jahre kann es dauern, bis sich die Larve in eine ausgewachsene Libelle verwandelt. Am schnellsten ist die Frühe Heidelibelle, die nur 12 Wochen als Larve lebt. Die Quelljungfern, die in Gebirgsbächen vorkommen, brauchen bis zu 7 Jahre, bevor sie aus dem Wasser klettern und sich verwandeln. Das bedeutet, dass während der gesamten Entwicklungszeit der Libellen die Wasserqualität gleichbleibend gut sein muss.